Regionale Netzwerkveranstaltungen für eine NRW-weite Vereinbarkeitsarchitektur
22.09.2022| Veranstaltungen

Mit regionalen Netzwerkveranstaltungen richtet sich das Servicezentrum des „Landesprogrammes für Vereinbarkeit Beruf & Pflege“ an interessierte Arbeitgeber:innen, Personalverantwortliche und Beschäftigte im Themenbereich Vereinbarkeit, lokale Akteure und Institutionen, um von- und miteinander zu lernen und eine landesweite Vereinbarkeitsarchitektur zu etablieren.

Erfolgreiche Veranstaltung in Münster

Die erste Netzwerkveranstaltung fand im Juni dieses Jahres in Münster statt und fiel zusammen mit dem 8. gemeinsamen Netzwerktreffen der Wirtschaftsförderungen und des Netzwerks Gesundheitswirtschaft im Münsterland unter dem Titel „Arbeit, Pflege und ein Leben in Balance“. Auch aufgrund des Landesprogrammes Vereinbarkeit Beruf & Pflege ging es um das Thema Pflegebedürftigkeit - und dass auch Unternehmen, die nicht im sozialen Bereich tätig sind, durchaus sehr direkt von Folgen einer Pflegebedürftigkeit betroffen sein können. Moderatorin Jeanette Kuhn, freie Journalistin u. a. für den WDR, die die ca. 40 Gäste aus verschiedenen Branchen im Münsteraner M44 Meetingcenter begrüßte, berichtete selbst von persönlichen Erfahrungen zum Thema.

Dass bei der Fachkräfte-Gewinnung die Pflege-Vereinbarkeit durchaus ein ausschlaggebendes Argument sein kann, das hat Dirk Münstermann festgestellt, wie er auf der Veranstaltung berichtet hat. Er konnte einen IT-Experten einstellen, der seine Ehefrau pflegt. „Das Profil passte 100-prozentig“, berichtete der Leiter der Personalabteilung des Maschinenbauunternehmens Bernd Münstermann GmbH aus Telgte. Er habe ihm das Pflege-Vereinbarkeits-Programm des Unternehmens vorgestellt – „einen Tag später hat er unterschrieben“, so Münstermann, der sich sogar selbst zum Pflege-Guide fortbilden ließ. Somit ist er nun qualifizierter Ansprechpartner für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Beruf und Pflege vereinbaren müssen. Maren Weisheit, die ebenfalls die Fortbildung zum Pflege-Guide absolviert hat und in Münster darüber sprach, findet es wichtig, „erst einmal den Druck herauszunehmen“, den betroffenen Kolleginnen und Kollegen, „Möglichkeiten aufzeigen zu können“. Ihr Arbeitgeber, die Unternehmensgruppe Pietsch, gehört zu den ersten Unternehmen in NRW, die die Charta „Vereinbarkeit von Beruf & Pflege“ unterzeichnet haben.

Lesung über das Leben mit an Demenz erkranktem Vater

Wie es sich anfühlt, wenn der Vater wieder zum „Kind“ wird, und eine Familie ihren Alltag umstellen muss auf die Bedürfnis- und Gedankenwelt eines zunehmend an Demenz leidenden Menschen – das beschrieb sehr anschaulich Beststeller-Autor David Wagner. Er las beim Netzwerktreffen aus seinem Buch „Der vergessliche Riese“ (Rowohlt), ging im Anschluss in den Dialog und sorgte so für einen intimen sowie kommunikativen Abschluss.


Ausblick auf die kommenden Veranstaltungen

Unter dem Motto „Vereinbarkeit von Beruf & Pflege – Ein Beitrag zur Fachkräftesicherung“ wird es in diesem Jahr noch drei weitere Netzwerkveranstaltungen geben. Die nächste Veranstaltung findet am 19. Oktober in Bochum an der HS Gesundheit statt. Am 16. November  wird das regionale Netzwerktreffen Rheinisch-Bergischer Kreis sowie Oberbergischer Kreis in Overath stattfinden. Das letzte Treffen in diesem Jahr ist für den 30. November im Kreis Minden Lübbecke sowie Kreis Lippe geplant und wird in Bad Salzuflen abgehalten. Auch diese drei Veranstaltungen richten sich an interessierte Arbeitgeber:innen, Personalverantwortliche und Beschäftigte im Themenbereich Vereinbarkeit aus NRW. Wenn Sie Interesse an der Veranstaltung haben, melden Sie sich gerne bei uns für weitere Informationen.

Bei Interesse zur Teilnahme an einer dieser Veranstaltung einfach hier Kontakt aufnehmen.

 

 

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