
Impulstag „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“
Impulstag „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“: Austausch, konkrete Hebel und ein gemeinsamer Blick auf 2026
Wie können Unternehmen ihre Mitarbeitenden unterstützen, wenn Beruf und Pflege zusammenkommen und gleichzeitig Fachkräfte sichern sowie Ausfälle vermeiden? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Impulstag „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“, zu dem das Servicezentrum des Landesprogramms „Vereinbarkeit Beruf und Pflege“ am 10. März in Düsseldorf eingeladen hatte. Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen, Organisationen und Behörden kamen zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen und konkrete Schritte für das Jahr zu entwickeln.
Die Veranstaltung richtete sich an Unternehmen, die bereits als Vereinbarkeitspartner Teil des Landesprogramms sind. Viele kamen als Tandems aus Führungs- und Umsetzungsebene. So kamen ganz unterschiedliche Perspektiven aus dem Arbeitsalltag zusammen. Rund 80 Teilnehmende arbeiteten in Gruppen an Lösungen, die sowohl strategisch als auch praktisch umsetzbar sind.
Gemeinsames Lagebild und Erfahrungen aus der Praxis
Schon zum Einstieg wurde deutlich, wie präsent das Thema in vielen Betrieben ist. In einer kurzen Aktivierungsphase positionierten sich die Teilnehmenden zu Aussagen rund um Fachkräftemangel, Gesundheitsausfälle und Pflegevereinbarkeit im Unternehmen. Es zeigte sich, dass die Herausforderungen sehr unterschiedlich waren. Der Wunsch nach Lösungen jedoch war überall spürbar.
Anschließend erarbeiteten die Teilnehmenden ein gemeinsames Lagebild. Welchen Herausforderungen begegnen Unternehmen aktuell? Wo entstehen Belastungen für Beschäftigte mit Pflegeverantwortung und wo für Unternehmen? Und welche Lösungen funktionieren bereits – vielleicht sogar ohne, dass sie ausdrücklich als Maßnahmen zur Pflegevereinbarkeit bezeichnet werden?
Besonders aufschlussreich war dabei der offene Austausch über praktische Erfahrungen aus dem Unternehmensalltag. In rotierenden Gesprächsrunden diskutierten die Teilnehmenden ihre jeweiligen Lösungsansätze zur Entlastung der Mitarbeitenden und ihre anfänglichen Unsicherheiten, das Thema richtig einzuschätzen.
Konkrete Hebel für betriebliche Lösungen
Im weiteren Verlauf wurde der Fokus auf die Zukunft gerichtet. Die Gruppen identifizierten konkrete Hebel, mit denen Unternehmen pflegende Mitarbeitende besser unterstützen und gleichzeitig ihre Organisation zukunftsfähig aufstellen können. Für jede Idee wurden Verantwortlichkeiten, messbare Ziele und mögliche Unterstützungsbedarfe definiert.
Bei einem gemeinsamen „Flipchart-Walk“ konnten alle Teilnehmenden die Ergebnisse der anderen Gruppen kennenlernen und markieren, was sie inspiriert, was sie bereits umsetzen und wo ähnliche Ansätze existieren. Das sorgte für lebhafte Gespräche und so manchen neuen Kontakt.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Vernetzung. Die Teilnehmenden überlegten, welche Maßnahmen sie selbst umsetzen können, wo die Zusammenarbeit mit anderen Betrieben sinnvoll ist, und welche Unterstützung das Landesprogramm leisten kann. Diese Fragen wurden gemeinsam in einer Netzwerk-Matrix verortet.
Ausblick: Gemeinsame Schritte für das Jahr 2026
Zum Abschluss richteten die Teilnehmenden ihren Blick in die Zukunft. In einer Rückwärtsplanung entwickelten sie einen konkreten Fahrplan: Welche Veränderungen sollen bis Ende 2026 sichtbar sein? Welche Schritte sind dafür bis Mitte des Jahres notwendig? Und was muss bereits in den kommenden 90 Tagen passieren?
Viele Teilnehmende nahmen nicht nur neue Ideen, sondern auch konkrete Kontakte und Kooperationsmöglichkeiten mit. Eines war am Ende klar: Vereinbarkeit von Beruf und Pflege lässt sich nicht im Alleingang lösen. Sie gelingt am besten, wenn Unternehmen offen miteinander reden und voneinander lernen.
Da der Termin schnell ausgebucht war und wir leider nicht allen Interessierten einen Platz anbieten konnten, wird das Servicezentrum in der zweiten Jahreshälfte weitere Impulstage einplanen. Die Vereinbarkeitspartner werden dazu informiert.






