Fachkräftegewinnung: Arbeitsmarktanforderungen und Erwartungen der Arbeitnehmenden stimmen oft nicht überein
26.10.2022| Aktuelles

Im zweiten Quartal 2022 sind erstmalig seit der Erhebung 1,9 Million offene Stellen gemeldet worden. Wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) berichtet, befinden sich besonders in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen angespannte Personalsituationen, aber auch im Handwerk und in der IT-Branche.

Das Institut der deutschen Wirtschaft stellt in seinem Kurzbericht heraus, dass es sich bei den Top 10 Berufen mit den aktuell größten Fachkräftelücken um typische Männer- oder Frauenberufe handelt. Gleichzeitig zeigt die HDI-Berufe-Studie den zunehmenden Wunsch der Arbeitnehmenden nach Teilzeit und 4-Tage-Woche. Die Studie ermittelt, dass fast jeder zweite Vollzeitbeschäftigte ein Teilzeitangebot annehmen würde und mehr als Dreiviertel der befragten Personen sich für die Einführung einer 4-Tage-Woche aussprechen.


Vielfältige Lebensphasen begleiten die Jahre der Berufstätigkeit und fordern sehr unterschiedliche Vereinbarkeitsanpassungen auf Seiten der Arbeitnehmenden und bei den Betrieben. Die Lebensphase der Übernahme von Pflegeverantwortung für Personen aus der Familie oder dem Freundeskreis braucht eigene Vereinbarkeitsangebote auf der Arbeit. Hierzu zählen Flexibilisierung der Arbeitszeit, der Arbeitsorganisation und des Arbeitsortes. Zusätzlich sind kurze Wege zu der regionalen Beratungs- und Pflegeinfrastruktur hilfreich. Dies ermöglicht, gut beraten für eine sichere Pflegesituation sorgen und mit freiem Kopf arbeiten zu können. Gehen Sie als Unternehmen mit ihrem Engagement zu einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Pflege auf Ihre Mitarbeitenden zu und verkleinern Sie die Kluft zwischen den Arbeitsmarktanforderungen und den Erwartungen der Mitarbeitenden. Das Landesprogramm zur Vereinbarkeit von Beruf & Pflege NRW unterstützt ihr Engagement. Nehmen Sie jetzt Kontakt zu uns auf.

Das Landesprogramm bietet:

  • Nutzung des Betrieblichen Pflegekoffers

  • Qualifizierung zum betrieblichen Pflege-Guide, durchgeführt und finanziert durch die AOK-Landeskassen

  • Vernetzung mit den regionalen Pflegeberatungs- und Entlastungsangeboten

  • Netzwerktreffen mit anderen pflegefreundlichen Unternehmen

  • Fortbildungen zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege für die Vereinbarkeitspartner und die betrieblichen Pflege-Guides

Teilnehmende Unternehmen erhalten durch die Unterzeichnung der Vereinbarkeits-Charta eine Sichtbarmachung ihres Engagements.

Die Charta kann von Unternehmen unterzeichnet werden, die bereits Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege implementiert haben, aber auch von Unternehmen, die sich auf den Weg machen individuelle Lösungen sowohl für ihr eigenes Unternehmen als auch für die Beschäftigten zu finden.


Quellen:

https://www.iab-forum.de/iab-stellenerhebung-2-2022-offene-stellen-mit-193-millionen-auf-erneutem-allzeithoch/

https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/Kurzberichte/PDF/2022/IW-Kurzbericht_2022-Top-Fachkr%C3%A4ftel%C3%BCcken.pdf

https://www.berufe-studie.de/2022_01-kernergebnisse.html

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