Der betriebliche Pflegekoffer - Implementierungshilfen

23.02.2023| Basiswissen

Der betriebliche Pflegekoffer NRW ist ein Handwerkszeug für betriebliche Pflege-Guides und Personalverantwortliche im Unternehmen. Mit wenigen Klicks gelangen diese zu aktuellen Vereinbarkeitsinformationen. Der betriebliche Pflegekoffer NRW gibt auch handlungsleitende Implementierungshilfen zu einem pflegesensiblen Unternehmen. Er gibt Tipps wie Pflegesensibilität im Betrieb umgesetzt werden kann. Hierzu werden Interventionen vorgestellt, die verschiedene Unternehmensebenen ansprechen und auch strukturell unterstützen, die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege im Arbeitsalltag zu leben. Es wird auf eine pflegesensible Unternehmenskultur eingegangen und ihre mehrdimensionalen Kommunikationspfade.

Pflegesensible Unternehmenskultur

Im besten Fall spiegelt die Unternehmenskultur die Vielfalt der Anforderungen und Bedürfnisse der Beschäftigten und hält konkrete Angebote zur besseren Vereinbarkeit vor. Eine pflegefreundliche Führung sorgt für eine vertrauensvolle Atmosphäre. Gemeinsam mit der Person mit Pflegeverantwortung sucht sie nach konstruktiven und tragfähigen Lösungen und stimmt dabei die individuellen Bedürfnisse der pflegend Beschäftigten mit den Anforderungen des Betriebes aufeinander ab. So können z.B. für plötzliche Ausfälle im Vorfeld Vertretungsregelungen vereinbart werden.

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ist ein Bestandteil des betrieblichen Gesundheitsmanagement. Denn Berufstätigkeit und Pflegeaufgaben in der Familie regelmäßig über einen längeren Zeitraum zu vereinbaren, fordert einen hohen Ressourceneinsatz. Um gesundheitlichen Beeinträchtigungen frühzeitig vorzubeugen, lohnt es im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements gezielt Angebote für pflegende Mitarbeitende vorzuhalten. Dies können Bewegungsangebote, Angebote zum Umgang mit Stress, Zeitmanagement oder Resilienz-Kurse sein. Auch Pflegeselbsthilfegruppen im Unternehmen für pflegende Mitarbeitende können sehr wertvoll sein.

Mögliche Maßnahmen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege:

Personalentwicklung

  • Informieren Sie freigestellte Mitarbeitende über Know-how-Entwicklungen in Ihrem Unternehmen.

  • Beziehen Sie freigestellte Mitarbeitende bei Fort- und Weiterbildungen ein.

  • Halten Sie zu Mitarbeitenden in der Pflegezeit Kontakt.

  • Bieten Sie Mitarbeitenden in der Pflegezeit Urlaubsvertretungen an.

Arbeitsorganisation

  • Ermöglichen Sie für den Notfall, wenn es Probleme bei der pflegebedürftigen Person gibt, die telefonische Erreichbarkeit Ihrer Mitarbeitenden am Arbeitsplatz.

  • Bieten Sie Ihren Mitarbeitenden Möglichkeiten flexibler Arbeitszeiten an: Gleitarbeitszeit, Arbeitszeitkonten, Teilzeitarbeit, Jobsharing.

  • Bieten Sie individuelle Lösungen für Freistellungen an.

  • Ermöglichen Sie mobile Arbeit oder Homeoffice.

  • Nehmen Sie bei Dienstreisen und bei Mehrarbeit auf die Belange pflegender Mitarbeitender Rücksicht.

Unterstützende Leistungen

  • Stellen Sie Informationsmaterial zur Verfügung.

  • Bieten Sie Mitarbeitenden unterstützende Leistungen im Unternehmen an.

  • Vermitteln Sie Adressen von Betreuungsdiensten.

  • Vermitteln Sie Beratung zum Pflegearrangement.

  • Bieten Sie betriebliche Präventionsangebote für pflegende Mitarbeitende an.

  • Vermitteln Sie Seminare und Schulungen für pflegende Mitarbeitende.

  • Mieten Sie Belegplätze für die Tages- oder Kurzzeitpflege an.

 

Zugang zum betrieblichen Pflegekoffer NRW erhalten alle Vereinbarkeitspartner und betrieblichen Pflege-Guides in NRW. Um Zugangsdaten zu erhalten, teilen Sie uns bitte folgende Informationen unter berufundpflege@kda.de mit:

1.      Name

2.      Unternehmen

3.      Betriebliche E-Mail-Adresse

4.      Funktion im Unternehmen

5.      Pflege-Guide Qualifizierung absolviert ja/nein (wenn ja, schreiben Sie uns, wann und wo Sie an der Qualifikation teilgenommen haben.)

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